Wohngeld

 

Wohngeld dient der wirtschaftlichen Sicherung angemessenen und familiengerechten Wohnens. Wohngeld ist ein von Bund und Land getragener Zuschuss zu den Aufwendungen für Wohnraum. Es soll all jenen Mitbürgern helfen, deren Einkommen nicht ausreicht, um die Kosten einer angemessenen Wohnung zu tragen.

 

Zum 01. Januar 2009 trat nun die Wohngeldreform mit wesentlichen Leistungsverbesserungen in Kraft. Mit dieser Reform wird das Wohngeld deutlich erhöht und es erreicht mehr Menschen, insbesondere Haushalte mit geringem Erwerbseinkommen und Rentnerinnen und Rentner.

 

Die Leistungsverbesserungen kommen den Bürgerinnen und Bürgern bereits rückwirkend zum 01. Oktober 2008 in Form eines pauschalierten Einmalbetrages zugute. Ein gesonderter Antrag ist dafür nicht erforderlich.

 

 

 

Wohngeld können Sie als Mieter einer Wohnung oder eines Zimmers als Mietzuschuss und als Eigentümer eines Eigenheimes oder einer Eigentumswohnung als Lastenzuschuss erhalten.

 

Wichtig:

 

Sind Sie Empfänger nachfolgender Sozialleistungen, so haben Sie keinen Anspruch auf Wohngeld:

 

 

Die angemessenen Kosten der Unterkunft werden im Rahmen dieser Sozialleistungen übernommen.

 

Der Anspruch auf Wohngeld endet bereits, wenn der Antrag auf oben genannte Sozial-leistungen gestellt wird. Auch Personen, die zur Bedarfsgemeinschaft des Sozialleistungs-empfängers zählen, können kein Wohngeld erhalten, da ihre Unterkunftskosten ebenfalls bei der Sozialleistung berücksichtigt werden.

 

 

 

 

 

 


 

Um allgemeines Wohngeld zu erhalten, müssen Sie bei der zuständigen Stelle oder bei der Wohnortgemeinde einen Antrag schriftlich stellen.

 

Wohngeldanträge sind auf den amtlichen Vordrucken zu stellen.

 

Auch für die Weitergewährung von Wohngeld ist ein Antrag erforderlich, der zwei Monate vor Beendigung des laufenden Bewilligungszeitraumes gestellt werden sollte. Damit können Sie vermeiden, dass laufende Wohngeldzahlungen unterbrochen werden.

 

Das festgesetzte Wohngeld kann sich im laufenden Bewilligungszeitraum nach unten oder oben verändern bzw. sogar ganz wegfallen, wenn sich das Familieneinkommen oder die Miete/Belastung erheblich verändert.

 

Wichtig:

 

Der Wohngeldempfänger hat bestimmte Miet- oder Belastungsverringerungen bzw. Einnahmeerhöhungen der zuständigen Wohngeldstelle mitzuteilen. Außerdem ist mitzuteilen, wenn ein bei der Wohngeldberechnung berücksichtigtes Familienmitglied oben genannte Sozialleistungen – die den Bezug von Wohngeld ausschließen – beantragt oder erhält.

 

 

Voraussetzungen für den Anspruch auf Wohngeld

 

Ob Sie Wohngeld in Anspruch nehmen können und wenn ja, in welcher Höhe, hängt von drei Faktoren ab:

 

Das Gesamteinkommen ist die Summe der Jahreseinkommen der zum Haushalt rechnenden Familienmitglieder abzüglich bestimmter Frei- und Abzugsbeträge.

Beim Mietzuschuss wird die Miete, beim Lastenzuschuss die finanzielle Belastung bezuschusst. Die Kosten müssen vom Wohnungsinhaber selbst, nicht von einem Dritten, aufgebracht werden. Wohngeld wird stets nur für die angemessenen Wohnkosten geleistet. Die Miete oder Belastung ist deshalb nur bis zu einem bestimmten Höchstbetrag zuschussfähig.

 

 

 

Dem Wohngeldantrag müssen Sie die entsprechenden Nachweise beifügen:

-          Verdienstbescheinigung (bei in Ausbildung befindlichen Personen zusätzlich Ausbildungsvertrag)

-          Mietbescheinigung

-          Bei Arbeitslosen oder Umschülern den Leistungsbescheid des Arbeitsamtes

-          Kontoauszüge der letzten 3 Monate (lückenlos); beim Wiederholungsantrag Kontoauszüge von einem Monat (aktuell)

-          Zinsnachweise für das letzte Kalenderjahr (Sparbücher, Bausparverträge, Lebensversicherungen, etc.)

-          Letzter Kindergeldbescheid

-          Unterhaltsverpflichtungen (Unterhaltsurteil – bei Erstanträgen – und den letzten Unterhaltszahlungsbeleg)

-          Rentenbescheid(e) bzw. letzte Rentenänderungsmitteilung (auch Betriebs- und Zusatzrenten bzw. ausländische Renten)

-          Bescheid über Bundes-/Landeserziehungsgeld / Elterngeld

-          bei Wohngemeinschaften Wohnungsplan

-          Schulbescheinigung von Kindern ab dem 16. Lebensjahr

-          Schwerbehindertenausweis (sofern vorhanden)

 

Beantragen Sie Lastenzuschuss für ein Eigenheim benötigen Sie nachfolgende Unterlagen:

-          Kosten für Müllabfuhr, Wasser/Abwasser, Heizkosten, Grundsteuer

-          Nachweis/Bescheinigung über die Aufnahme von Fremdmitteln (Tilgungsplan)

-          Bescheinigung über laufende Aufwendungen

-          Nachweis über Erträge aus der Überlassung von Räumen und Flächen an andere

-          Wohnflächenberechnung (Baugesuch)

 

 

 

Gebühren fallen keine an.

 

 

 

Der Antrag wird, sofern Sie Ihn bei der Stadtverwaltung Todtnau stellen, zur weiteren Bearbeitung an das Landratsamt Lörrach – Fachbereich Wohngeld – weitergeleitet. Dort wird die abschließende Bearbeitung vorgenommen und von dort erhalten Sie dann auch den entsprechenden Bescheid.