Das Wappen:

In Gold auf grünem Schildfuß ein nach links schreitender Bergmann in silberngeschmückter grüner Tracht mit schwarzer Kappe, einen geschulterten schwarzen Schlägel in der Rechten, eine schwarze Fackel mit roter Flamme in der Linken; an den Armen, durch silberne Riemen gehalten, rechts ein schwarzer Beutel, links zwei schwarze Eisen.

 

Die Geschichte der Stadt Toutenouua (Todtnau)

Die Besiedlung des oberen Wiesentales geht in das Ende des 6. Jahrhunderts zurück, als die von Norddeutschland nach Süden stoßenden Alemannen sich in den Haupttälern des Südschwarzwaldes ansiedelten. Der Name Todtnau erscheint erstmals 1025 in einer Urkunde Kaiser Konrads II., durch die dieser dem Kloster Murbach im Elsaß Besitz, Immunität, Zollfreiheit im Reich und freie Abtwahl bestätigt und die von seinem Vorgänger, Kaiser Heinrich II., entzogenen und an Bischof Adalberdo von Basel verliehenen Grundstücke von Hettenheim (Ettenheim?), Wasenweiler und "Toutenouua" zurück gibt. Aus der ursprünglichen Schreibweise wurde später Tottenowe, Totteno, Tottenowa, Totnuouwe, Totonow bzw. Dottonow und schließlich Todtnau. Grundherren waren im 11. Jahrhundert das Kloster Murbach, der Bischof von Basel, die Edlen von Gränchen und danach durch schenkungsweise Übernahme das Kloster St. Blasien.

Als sogen. Schirmvögte waren seit 1125 die Zähringer im Besitz der hohen Gerichtsbarkeit. Mit Berthold V. starb das Geschlecht der Zähringer 1218 aus. Die Herren von Staufen erscheinen als neue Vögte. 1288, dem Gründungsjahr der Pfarrei Todtnau, wirkte Otto von Staufen beim Talrecht von 1321 Diethelm von Staufen mit. Ihnen folgten die Grafen von Freiburg. Nach der ereignisreichen Schlacht 1366 zählte Todtnau fortan - bis zum Jahre 1805 - zu Vorderösterreich. Nahezu 450 Jahre huldigten - so der Chronist - die Todtnauer den Erzherzögen von Österreich. Durch den Frieden von Preßburg (1805) wurde der Breisgau dem Kurfürsten von Baden zugeteilt und damit auch Todtnau badisch. Am 24. Juli 1809 verlieh schließlich Großherzog Karl Friedrich dem 1.271 Einwohner zählenden Marktflecken (seit 1768) und Vogteiort Todtnau die Rechte und Vorzüge einer Stadt. Das heutige Stadtbild entstand nach dem Großbrand, der 1876 den gesamten Ortskern mit der s. Zt. "im Tal" stehenden Kirche und das sogen. Oberdorf (Oberstraße) zerstörte.

Nach der im Jahre 1972 bzw. 1974 im Zuge der Gemeindereform erfolgten Eingliederung der Nachbargemeinden Schlechtnau, Aftersteg, Muggenbrunn, Todtnauberg, Geschwend und Präg (mit Stadtteil Herrenschwand) präsentiert sich die Stadt Todtnau heute als ein Gemeinwesen, das in seiner langen wechselhaften Geschichte schon einmal ähnliche Größe erreicht hatte, bildeten doch die heutigen Stadtteile, Geschwend und Präg mit Herrenschwand ausgenommen, bis zur Wiedererlangung der Selbstverwaltung 1809 über 500 Jahre lang die Talvogtei Todtnau.

   
 

Folgende Chroniken sind erhältlich:

Im örtlichen Buchhandel: "TODTNAU Stadt und Ferienland im südlichen Hochschwarzwald", erschienen 1990.

Bei der Ortsverwaltung Todtnauberg: "Geschichte des Dorfes Todtnauberg", erschienen 1966.

Bei der Ortsverwaltung Präg: "700 Jahre Ortsgeschichte und Chronik von Präg und Herrenschwand", erschienen 1995.

Bei der Ortsverwaltung Aftersteg: "Ein Schwarzwalddorf im Wandel der Zeit", erschienen 1999.

Bei der Ortsverwaltung Geschwend: "Geschwend 1288 - 1998"  

In Thoma's Lädele: "Muggenbrunn – Geschichte eines Schwarzwalddorfes / Vom Bürstenmacherdorf zum Luftkurort“ , erschienen 2004