Großherzog Carl Friedrich von Baden verleiht im Jahre 1809 dem Marktflecken Todtnau das Recht, sich "Stadt" zu nennen.

Im Jahre 1025 wurde Todtnau erstmals in einer Urkunde des späteren Kaisers Konrad II erwähnt, jedoch begann die Besiedlung bereits im 6. Jahrhundert durch die Alemannen. Ab 1125 unterstand der Ort der Gerichtsbarkeit der Zähringer, danach ging das Recht 1218 an die Herren von Staufen über. Bereits 1288 wurde in Todtnau eine Pfarrei gegründet. Todtnau war damals ein Zentrum des Silberbergbaues (Bergordnung v. 1517) und gehörte als Vogtei zusammen mit den anderen Bergbausiedlungen zum Kloster St. Blasien. Bereits Mitte des 14. Jahrhunderts wurden neben der Kirche 10 Häuser und 23 Einzelhöfe mit ebenso vielen Erzmühlen gezählt. Im 16. Jahrhundert endete die Zeit des Silberbergbaues und durch die Kriegswirren des Dreißigjährigen Krieges verarmte die einst reiche und florierende Gegend. Die ehemals reichen Bergleute mußten ihren Lebensunterhalt in der kargen Berglandschaft anderweitig bestreiten.
Im Tal ums Jahr 1872

Von 1366 bis 1805 gehörte Todtnau zu Vorderösterreich, danach wurde es badisch. Am 24. Juli 1809 erlangte Todtnau das Stadtrecht.
Im Juli 1876 wurde Todtnau durch eine große Brandkatastrophe, der 149 Häuser, die Kirche, das Rathaus, die Schule sowie mehrere Fabriken zum Opfer fielen, zerstört. Das heutige Stadtbild mit der markanten Kirche und die Anordnung des Straßenverlaufes sind das Ergebnis des darauf folgenden Wiederaufbaues. Eine blühende Bürstenindustrie entwickelte sich. 1891 wurde von Todtnauer Bürgern der erste deutsche Skiclub gegründet und dadurch der Grundstein für die spätere Entwicklung als bedeutender Wintersportort gelegt.

Von 1889 bis 1967 verkehrte zwischen Todtnau und Zell eine Schmalspurbahn, die vielen Gästen den Besuch unserer einzigartigen Landschaft sowohl im Sommer als auch im Winter ermöglichte.

Marktplatz im Jahre 1880

Zum downloaden:
Flyer zum Stadtrundgang
(Größe: 542 KB)

 

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