Großherzog Carl Friedrich von Baden verleiht im Jahre 1809 dem Marktflecken Todtnau das Recht, sich "Stadt" zu nennen.

Tafel Nr. 13 (Standort: Unter der Arkade der Sparkasse)
Todtnau vor dem Jahre 1876. Blick von der Wiesenbrücke auf den schon 1359 genannten "Markt". Oben auf dem Platz steht die Pfarrkirche mit dem 1341 erbauten Turm. Auf der rechten Bildseite sieht man von oben nach unten den Ochsenladen sowie die Gasthäuser Ochsen, Rössle und Bären. Ganz rechts steht das 1841 errichtete Rathaus mit dem angebauten Gerätehaus für die Feuerspritze.
 
Am 19. Juli 1876 zerstörte ein verheerender Brand fast ganz Todtnau. Dem Feuer fielen 88 Wohnhäuser zum Opfer, gegen 1000 Personen wurden obdachlos. Schon nach kurzer Zeit begann man nach modernen Plänen mit dem Wiederaufbau der Häuser. Der ausgebrannte Kirchturm stand der neuen Straßenführung im Wege, deshalb wurde er gesprengt. Die neue katholische Kirche entstand auf einer kleinen Anhöhe oberhalb des Marktplatzes.
 
Todtnau im Sommer 1882. Blick von der neuen Wiesenbrücke auf die Friedrichstraße. Sie ist benannt nach Großherzog Friedrich I. von Baden. Die Häuser an der Straße sind seit fünf Jahren fertiggestellt, aber an der Kirche steht noch das Baugerüst. Der Hang hinter der Kirche, die sogenannte "Hoh", ist noch ohne Wald und diente als Weideland für die zahlreichen Kühe und Ziegen.